Besetzung wird Alltag

Die Freie Antonia in der Freiburger Wiehre, das seit dem 15. Mai besetzte Haus in der Kirchstraße 16, ist mittlerweile belebt und bewohnt. Langsam aber stetig halten in unserem Haus die grundlegenden infrastrukturellen Errungenschaften der Zivilisation Einzug. Durch das große Presseecho in Zeitung, Radio, Fernsehen und Internet wurde die Besetzung weiten Teilen der Freiburger Bevölkerung bekannt. Verschiedene politische und soziale Gruppen haben ihre Treffen in das Haus verlegt und das helle und gemütliche Café Liberté wird von BewohnerInnen und BesucherInnen gleichsam genutzt. Für den morgigen Dienstag, den 19. Mai, laden wir um 20 Uhr zu einem Nachbarschaftstreffen ein.

Was verstehen wir unter einem Libertären Zentrum? Die Freie Antonia soll zum kulturellen und sozialen Zentrum für Menschen werden, die mit der kapitalistisch organisierten Gesellschaft nicht einverstanden sind. Viele von uns wohnen zum ersten Mal in der Nähe der Innenstadt, denn die hohen Mieten in der Wiehre sind für uns unerschwinglich. Wir wagen mit der Besetzung den Schritt zu einem selbstbestimmten Zusammenleben unabhängig von Einkommen und Eigentum. Für uns ist die Freie Antonia in Funken Hoffnung in dieser dunklen Zeiten, ein kleines Gegengift zu Vereinzelung und Frustration. Politik soll selbstverständlicher Teil unseres Alltags werden. Alles für alle!

Die BesetzerInnen der Freien Antonia
Freiburg, den 18. Mai 2009